Onlineshop eröffnen

Onlineshop eröffnen

Onlineshop eröffnen – was sollte man beachten?

Der Wille, sich mit einem eigenen Onlineshop selbstständig zu machen, ist ungebrochen. Doch die Vielfalt der Shop-Programme ist so groß, dass man sich kaum zurechtfindet. Gleiches gilt für die Wahl des „richtigen“ Webhosters. In wenigen Punkten möchte ich einmal wichtige Aspekte beleuchten, die man beachten sollte.

Eine Existenz im Online-Business

Die Fakten bestätigen es. Im Jahr 2015 gab es 299.000 gewerbliche Existenzgründungen im Vollerwerb und 248.700 gewerbliche Nebenerwerbsgründungen. Diese Zahlen siegen nun erstmalig nach der Coronakrise wieder auf 607.000 Gründungen an. Wie viele davon ein Online-Business eröffnet haben, sagt die Statistik leider nicht. Aber sie sagt, dass es einen Rückgang an Gründungen aus der Erwerbslosigkeit gibt, wie es beispielsweise in den frühen 2000er war. Im Klartext heißt dies auch, dass es mehr Gründungen aus Überzeugung gibt, als aus der Not (wegen Erwerbslosigkeit).

Jetzt ist die Entscheidung gefällt, wie geht es weiter? Für ein Online-Business ist natürlich der Onlineshop das wichtigste Werkzeug. Und da beginnt das größte Problem: Es gibt zu viele, man verliert den Überblick. Ich möchte jetzt auch nicht alle aufzählen, denn ich würde doch etliche übersehen. Einen reichhaltigen Überblick habe ich hier im Blog zusammen gestellt. Aus der Erfahrung zeigt sich für mich jedoch immer ein ähnliches Bild. Man sollte, bevor man eine Shop-Software sucht, wissen, was man vorhat. Welche Produkte werden verkauft, welche Zielsetzung habe ich, welche Funktionen sind jetzt nötig und welche erst später. Man sollte alles bedenken, was möglich ist. Natürlich kann man das nicht 100%ig. Hier kann man sich Hilfe holen, um später nicht alles neu machen zu müssen, weil die gewählte Software die Erwartungen nicht mehr besteht.

Onlineshop und Ladenlokal

Ich war immer schon für einen parallelen Handel. Städte benötigen den stationären Handel. Jedes stationäre Ladenlokal sollte deshalb auch einen Onlineshop betreiben. Dies ist parallel machbar und steigert die Umsätze teilweise enorm. So steht man auf zwei Beinen – regional und online.

Onlineshop und Technik

Als Nächstes stellt sich die Frage: „Kostenlos, kaufen oder mieten?“. Man kann eine Shop-Software kostenlos erhalten, muss aber entsprechendes Vorwissen über die Technik haben. Wenn etwas nicht (mehr) funktioniert, sollte man wissen, wie man vorgehen muss. Es gibt zwar auch etliche Foren und Facebook-Gruppen, die wirklich gut sind, aber es bedeutet dennoch Zeit und die Fehler muss man trotz fremder Hilfe dennoch allein finden und beheben. Natürlich kann man an dieser Stelle auch einen externen Dienstleister beauftragen. Alternativ kann man aber auch mit der Software einen Support-Vertrag abschließen. Im Fehlerfall erhält man Hilfe. In der Regel auch schnell, ohne große Wartezeiten. Hier muss jeder werdende Shop-Betreiber selbst schauen, wo er oder sie steht. Einen entsprechenden Vertrag bietet heute eigentlich jeder Shop-Anbieter. Für die Shop-Software Gambio* biete auch ich einen Wartungs-Vertrag an.

Eine nicht unterschätzte Frage ist auch die Optik, auch Theme genannt. Nur in einem attraktiven Shop werden die Leute auch kaufen. Zum Layout gehört auch die Menü-Führung und das Handling des Online-Shops. Für alle Shops gibt es sogenannte Templates/ Themes. Das sind vorgefertigte Layouts, die man auch selbst noch anpassen kann. So kann jeder Shop seine ganz besondere Note erhalten. Hier nehmen sich kostenlose gegenüber kostenpflichtige nicht viel, wobei es kaum noch kostenlose Angebote gibt. Die Installation und Änderung kann man selbst durchführen, oder durch einen Dienstleister umsetzen lassen. Es gibt auch Shops, die kommen ohne einem solchen (zusätzlich gekauften) Layout aus. Es ist ein ähnliches System, wie man von Baukästen her kennt. Auf das gleiche System greifen bspw. E-Shops zu. Also Miet-Shops, wie sie als Beispiel von 1&1 angeboten werden. Doch auch Gambio* bietet eine ähnliche Technik mit dem „StyleEditor GX4“ an, die immer komfortabler wird. Nur ein ganzes Stück individueller, was die Umsetzung betrifft. Damit wird für die meisten Shop-Betreiber auch die optische Einrichtung relativ einfach angeboten.

Mieten oder kaufen

An dieser Stelle kommt sicher die Frage, ob man einen Shop besser mieten oder kaufen sollte. Hier kann man keine eindeutige Antwort geben. Denn es kommt auf jeder Einzelsituation an. Ich habe Kunden, die mit einem Miet-Shop von 1&1 gute Erfolge erzielten. Je nach Angebot hat man auch die gängigen Funktionen inklusive, ohne etwas nachinstallieren zu müssen (was allerdings auch nicht möglich wäre). Und auch in der Optik hat sich viel getan. Über den eben erwähnten Baukasten-System, kann man sich sein Layout einfach zusammen stellen. Nur ist man hier natürlich sehr beschränkt, was die Vielfältigkeit angeht. Auch was die Suchmaschinenoptimierung betrifft, ist man auf die Funktionen des Webhosters angewiesen. Doch auch hier hat sich viel getan, als es noch vor Jahren der Fall war. Der Vorteil liegt darin, dass man sich nicht um der eigentlichen Shop-Software kümmern muss. Man zahlt monatlich eine Summe X, und muss sich um nichts weiter kümmern.

Wer dennoch mehr Eingriffe in die Software und der Individualität des Layouts und den Funktionen des Shops haben will, kann sich einmal Lightspeed* anschauen. Hier kann man einen Shop auf einem noch höheren Niveau mieten, hat aber auf das System vollen Zugriff. Ein Überblick und Vergleich habe ich hier zusammengetragen, da es sonst den Beitrag zu sehr in die Länge ziehen würde.

Die meisten meiner Kunden verwenden die Shop-Software Gambio, die ich auch schon erwähnt habe. Gambio ist eine kostenpflichtige Software, wobei nur der Support Geld kostet. Verlängert man den Support nicht, erhält man nach der Laufzeit keine Updates und keinen Support mehr. Den müsste man sich dann wie auch bei kostenlosen Shops über Dienstleister holen, oder verlängert nach gegebener Zeit den Support wieder. Die Kosten sind aber überschaubar, dies sollte keine Hürde sein. Neben der einfachen Bedienbarkeit, kann man auch einfach das Layout selbst erstellen. Man kann sich hier kostenlos die Demo-Shops ansehen* und auch einmal den Admin-Bereich – das Herz.

Das Webhosting

Entscheidet man sich für einen Miet-Shop, egal ob 1&1, .... oder Lightspeed, ist das richtige Hosting keine Frage mehr. Denn das übernehmen da ja die Hosting-Anbieter selbst. Fällt die Wahl aber auf einen kostenlosen, oder auch kostenpflichtigen Shop, ist diese Frage wieder aktuell. Auch hier gibt es eine große Anzahl an Providern. Ich persönlich bin nicht für die ganz großen Anbieter auf dem Markt. Diese locken zwar mit günstigen Preisen, fallen aber nicht selten beim Support durch. Wenn es Probleme gibt, ist schnelle Hilfe Gold und Geld wert. Denn wir wollen ja verkaufen ;-) . Schnelle Hilfe finde ich zum Beispiel bei Estugo* oder auch bei All-Inkl.com*. Mit beiden Webhostern habe ich ausgezeichnete Erfahrungen gemacht.

Bedenken sollte man auch immer die technische Seite. Je nach Shop-Software muss die Leistung schon im oberen Bereich angesiedelt sein. Estugo bietet beispielsweise angepasstes Webhosting für WordPress, Gambio aber auch Shopware. Letztere benötigt sehr viel Leistung, die nicht jedes günstige Angebot erfüllen kann.

Eine weitere Möglichkeit bietet Gambio mit seiner Cloud. Dabei wird Gambio in einer Cloud vorinstalliert und betreut. Das Hosting wird entsprechend im Preis übernommen. Dies bietet darüber hinaus eine ganze Reite weiterer Vorteile, die ich im Blog einmal genauer vorgestellt habe.

Rechtliche Aspekte

Rechtliche Fragen gibt es zur Gründung, aber auch darüber hinaus immer wieder. Hier sollte entweder ein Anwalt konsultiert, oder eines der vielen Online-Angebote genutzt werden. Zu erwähnen sind da unter anderem IT-Recht Kanzlei, Janolaw, Händlerbund e.V, e-Recht24, WBS Kanzlei. Eine Kooperation habe ich seit vielen Jahren zum Händlerbund. Bei einer Buchung erhalten Sie 3 Monate gratis! Mehr Informationen dazu im Blog!

Es gibt viel Stolpersteine, die man nicht alle kennen kann, bzw. erst nach und nach kennenlernt. Nicht jede Entscheidung der EU stößt auf Verständnis und manche Rechtsprechungen sind einfach aus Sicht eines Shop-Betreibers unlogisch. Eine falsche (umgangssprachliche) Bezeichnung im Impressum, falsche Vereinbarungen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen oder im Widerruf, rufen Abmahnanwälte auf den Plan. Dann kann es schnell teuer werden. Auch sind nicht immer Shop-Einstellungen mit den Gesetzen vereinbar. Eine juristische Unterstützung kann ich also nur dringend empfehlen!

Marketing

Steht der Shop technisch wie auch rechtlich sauber da, gilt es den eigenen Onlineshop zu promoten. Als ich 2006 meinen ersten Shop gegründet habe, gab es weitaus weniger Möglichkeiten wie heute. Aber auch damals war Suchmaschinenoptimierung schon das große Stichwort. Das ist es heute auch noch, wird aber durch Social-Marketing oft schon verdrängt. Ich habe Kunden, die allein durch Instagram extrem vorankommen. Andere benötigen Google-Werbung. Wieder andere Facebook oder eine Mischung aus allem. Mir persönlich hatte YouTube sehr geholfen. Denn durch gezeigte Videos kann man Vorteile, aber auch Sympathien gut rüberbringen.

Dennoch, Suchmaschinenmarketing, kurz SEM, spielt immer noch eine maßgebliche Rolle beim Erfolg des eigenen Online-Shops. Also eine Mischung aus Suchmaschinenoptimierung und Marketing. Um das sehr weitreichende Thema habe ich inzwischen etliche Beiträge im Blog veröffentlicht.

 

 

¹ http://www.exist.de/